

Fr., 03. Okt.
|Gasthof Schönauer, Schrems
Von Feenköniginnen und Erdgöttinnen | Mystisches Waldviertel
Die Exkursion führt uns zu einigen der bemerkenswertesten Naturstätten Niederösterreichs, Kultplätze der frühen Siedler dieser Gegend. Es waren ihre heiligen Haine, Portale in den geistigen Raum, Versammlungsorte, Ahnenstätten und Orte für Übergangsrituale im Jahreskreis.
Zeit & Ort
03. Okt. 2025, 17:30 – 05. Okt. 2025, 15:00
Gasthof Schönauer, Schrems, Schulgasse 12, 3943 Schrems, Österreich
Inhalte und Ablauf
Im Waldviertel finden sich einige der eindrucksvollsten Naturstätten Niederösterreichs. Zahlreiche Spuren deuten darauf hin, dass diese besonderen Orte bereits von den frühen Siedlern als Kultplätze genutzt wurden.
Es waren heilige Haine, Versammlungsorte, Portale in andere Seinsebenen, Ahnenstätten, Orte für Übergangsrituale im Jahreskreis oder für astronomische Beobachtungen. Für die damaligen Menschen bildeten sie die identitätsstiftende Mitte ihrer Kultur – eingebettet in einen lebendigen, beseelten Erdorganismus.Noch heute sind diese Plätze von einer spürbaren Magie erfüllt. Ihre innewohnenden Kräfte berühren uns, und in ihnen werden die alten Mythologien früherer Kulturen wieder lebendig.
Diese geomantische Erlebnis-Exkursion führt uns zurück in eine Zeit, in der die große Ahnfrau – die Erdmutter – als schöpferisches Urwesen verehrt wurde. Archäologische Funde belegen das eindrucksvoll: allen voran die rund 30.000 Jahre alte „Venus von Willendorf“ – eine mit roter Farbe überzogene Kalksteinfigur aus der Wachau, die als Symbol dieser Urahnin gilt.
Im Waldviertel wirkte die Erdmutter als dreifaltige Göttin, eine göttliche Triade, deren Wandlungen sich entlang des Jahreskreises vollzogen:Als weiße Frühlingsgöttin, als rote Kornmutter des Sommers und als schwarze Greisin in Herbst und Winter. Ihre Präsenz manifestierte sich in der Landschaft – in Hügeln und Tälern, Quellen, Felsen, Bäumen und anderen markanten Naturerscheinungen.Diese Orte galten als heilig, als Plätze der Heilung, Fruchtbarkeit, des Schutzes und Segens. Es sind die Orte der großen Landschaftsahnin, die in Mythen, Märchen und Sagen überliefert ist.
Im Rahmen der Exkursion besuchen wir einige dieser magischen Plätze im Waldviertel. Ich begleite euch mit geomantischen Impulsen, abgestimmt auf die jeweilige Qualität der Orte. Durch kurze Vorträge, das Erzählen von Mythen und Sagen, geomantische Deutungen sowie vielfältige Wahrnehmungsübungen holen wir die ursprüngliche Bedeutung dieser Orte an die Oberfläche zurück – und lassen sie gemeinsam wieder lebendig werden.
Ablauf*:
Freitagabend:
Einführungsvortrag über die Hintergründe zu Kraftorten sowie Einstimmung und Vorbereitung auf Samstag und Sonntag und gemeinsames Abendessen (Gasthof Schönauer)
Samstag:
Großradischen – Katzenstein; Oraklelplatz und Gebärstein
Woher kommt der Name Katzenstein? Katz-Fluren gibt es viele und fast alle finden sich an steilen Felsabstürzen. Katz leitet sich vom lateinischen Cadere/Cado ab, was so viel wie „fallen“ oder „stürzen“ bedeutet. Es sind also Orte an Steilhängen oder plötzlichen Felsabstürzen, an Geländekanten. Genau das trifft auch auf den Katzenstein bei Radischen zu. Wenn man vom Groß-Radischen-Teich über den sanft ansteigenden Weg zum Katzenstein spaziert, erkennt man zunächst nur einen mit Moos überwachsenen flachen, etwa zwei Meter hohen großen Stein. Hinter diesem fällt die Gegend plötzlich auf einer Länge von an die 60 Meter 8 Meter über senkrechte Felsen in die Tiefe.
Der westlichste Stein einer Dreiergruppe hat eine kleine Mulde in Form eines Steinsitzes, Steinthrones. Dort sitzend blickt man gegen Osten. Denkbar ist, dass es sich bei diesem Stein um einen Ort der spirituellen Empfängnis, einen sog. Kindlstein handelt. An solchen Orten empfangen Frauen mit Kinderwunsch, indem sie sich - oft auch mit nacktem Gesäß - in den Sitzstein hineinsetzen, von der großen Ahnfrau einen Kinderseele. Dieser Steinsitz war wahrscheinlich auch ein sog. Gebärstein. Gebärsteine haben oft die Form einer menschenförmigen Einbuchtung, in die man sich hineinlegen kann, oder haben die Form eines steinernen Liegesitzes – ähnlich diesem hier auf dem Katzenstein – um hier neues Leben hervorzubringen. Hier wirkt die Göttin in ihrem roten Aspekt, als Herrin von Land und Meer, Schenkerin von Liebe und Leben
Siehe auch den Blog-Beitrag zum Katzenstein
Teufelsteine (heute Geyersteine) bei Heidenreichstein
Alte Kultsteine wurden während der Christianisierung häufig mit der Schreckgestalt des „Teufels“ abgewertet, damit die Menschen dort nicht mehr ihre jetzt heidnischen Rituale feierten. Diese beeindruckende heilige Stätte besteht aus drei Felstürmen mit jeweils einer Schale oben auf jedem Turm. Darunter führen zwei Durchschlüpfe durch die Felsen hindurch. Durchschlüpfe an heiligen Plätzen dienten oft dem energetischen Abstreifen.
Nicht unweit dieser Felsenformation finden wir auf dem höchsten Punkt dieses sanften Hügels finden wir eine weiter besondere Anordnung von Steinen. Schalen und Felsformation erinnern uns an einen Festplatz zu Ehren der großen Landschaftsahnin.
fakultativ, wenn die Zeit und Energie noch reicht: Blockheide Gmünd – Kindlstein und Landschaftsahnin
Eine Sage berichtet, dass der Teufel das Bett zu Stein gemacht haben soll, damit sich die Heilige Maria, als das Kind geboren wurde, nicht hinlegen konnte. Versteckt sich im Teufelsbett vielleicht ein Stein der Kinderherkunft oder gar ein Geburtsstein, an dem die Frauen ihre Kinder zur Welt gebracht haben? Der Teufelsstein scheint eine Verkörperung der Landschaftsahnin zu sein.
Unweit davon entdecken wir den „Teufelsbrotleib“. Eine Legende berichtet vom Teufel, der diesen Stein in einer Zeit der Hungersnot in Brot wandelte. Als er ein Stück vom Brot abschneiden wollte verwandelt der Herr im Himmel den Brotlaib wieder zu Stein. Hinter dieser schönen Legende versteckt sich eine der wichtigsten Kulturschöpfungen und im Stein verbirgt sich eine Stammeskönigin und mythische Ahnfrau der jüngeren Steinzeit, die das Getreide bzw. den Weizen einführte und den Menschen die Kunst des Ackerbaus lehrte.
Im „Teufelsbrotleib“ sahen die frühen Siedler eine Verkörperung der großen Ahnfrau, die hier vermutlich für lange Zeit verehrt wurde. Erst mit der Missionierung musste der Stein „verteufelt“ werden, damit die Menschen nicht mehr den unerwünschten heidnischen Ritualen nachhingen.
Sonntag:
Kalenderstein von Leodagger und das Bründl von Pulkau
Der Kalenderstein von Leodagger diente den Menschen der Jungsteinzeit als Landschaftskalender. Nachdem die Menschen von der großen Ahnfrau in die Kunst des Ackerbaus eingeführt wurden, benötigten sie einen Kalender der ihnen bestimmte Lostage des Bauernjahres anzeigte. Sie benötigten z.B. Informationen, wann die Aussaat bzw. die Ernte beginnen sollte. Im Kalenderstein sind eine Reihe von Schälchen in Nord-Südrichtung eingearbeitet. Immer mittags, wenn die Sonne im Meridian steht, konnten die Priesterinne-Astronominnen beobachten, wie der Schatten – je nach Jahreszeit – eines der Schälchen berührt und einen der Lostage im Jahreskreis anzeigt.
Leodagger war eine Stätte astronomischer Beobachtungen der Steinzeit. Davon zeugen heute noch die Namen der Erhebungen in der Umgebung, die auf Sonnwendberg, Umlaufberg und Heidberg lauten
Im Reich der Feenkönigin und Göttin der Fülle (Kogelsteine bei Eggenburg)
Eine Sage berichtet von der Fee Tausendschön, aus deren Tränen die Samen einer goldenen Feldfrucht, des Getreides, entstand und die aus einem Meer fruchtbares Ackerland werden ließ. Diese Sage erzählt uns unübersehbar von einer geradezu immensen Kulturschöpfung der Stammeskönigin und mythischen Ahnfrau. Sie ist die Hüterin der Getreidesamen und führt ihr Volk in die Kunst des Ackerbaus ein. Sie schuf die Ernährungsgrundlage für ihre Stämme.
Zeit , Ort und Unterkunft (fakultativ)
Zeit: Freitag, 3.10.2025, 17.30 Uhr bis Sonntag, 5.10.2025, ca. 15:00 Uhr.
Freitag, 17:30: Einführungsvortrag über die Hintergründe zu Kraftorten sowie Einstimmung und Vorbereitung auf Samstag und Sonntag und gemeinsames Abendessen (Gasthof Schönauer, Schrems)
Wenn du am Freitag Abend keine Zeit hast, kannst du gerne auch erst ab dem Samstagmorgen (4.10.2025) dabei sein. Am Samstag treffen wir uns um 9.00 Uhr beim Parkplatz am Hauptplatz vor dem Hotel zur Sonne (Hauptplatz Nr. 5, 3943 Schrems). Bitte im Anmeldformular das entsprechende Häkchen setzen
Unterkunft wenn benötigt:
Gasthof Schönauer, Schulgasse 12, 3943 Schrems; t. 02853 77291
Exkursionsleitung
Durch das Wochenende begleitet dich
Stephan Leiter, Geomant, Inhaber von Raum und Mensch - Schule für Geomantie und Radiästhesie
Anmeldung, Gebühr und was du dafür bekommst
Anmeldung gleich hier online oder auch unter Angabe der Kontaktdaten an info@raumundmensch.org
Normalpreis: € 348,-
Mitglieder des Österreichischen Verbandes für Radiästhesie und Tiroler Vereinigung für Rutengeher – Pendler – Radiästheten und Geobiologen: € 312,-
Begleitperson: Rabattierter Preis für eine Begleitperson ab dem zweiten Ticket: € 312,- (Normalpreis für das erste Ticket, der Preis für die Begleitperson ab dem zweiten Ticket)
In der Seminargebühr nicht enthalten: Verpflegung und Unterkunft
Bezahlmöglichkeiten: Kreditkarte, Sofortüberweisung (Klarna), Paypal, Vorauskasse (Überweisung).
*Ablauf und angegebene Orte unterliegen Änderungen.
Impressionen vergangener Exkursionen































































