

Di., 01. Juni
|Bildungshaus Schloss Goldrain
Auf den Spuren der Berg- und Muttergöttin Rätia und der drei Bethen - Geomantische Reise Südtirol
Eine Reise zu den Kult- und Kraftplätzen Südtirols – in eine Landschaft, die seit Jahrtausenden von Mythen, Ritualen und der Verehrung der großen Erd- und Muttergöttin Rätia geprägt ist.
Zeit & Ort
01. Juni 2027, 17:00 – 06. Juni 2027, 17:00
Bildungshaus Schloss Goldrain, Schlosstraße, 33, 39021 Latsch, Autonome Provinz Bozen - Südtirol, Italien
Gäste
Inhalte und Ablauf
Auf den Spuren der Berg- und Muttergöttin Rätia und der drei Bethen - Geomantische Reise Südtriol
Wann: 1.–6. Juni 2027 · Südtirol
Wo: Bildungshaus Schloss Goldrain, Schlossstraße 33, I-39021 Goldrain Südtirol (BZ)
Leitung: Stephan Leiter, Geomant, Gründer von Raum und Mensch – Schule für Geomantie und Radiästhesie
Einleitung
Herzlich willkommen zu einer geomantischen Reise nach Südtirol – einer einzigartigen Reise zu den faszinierendsten Kult- und Kraftplätzen dieser zauberhaften Region, die zugleich meine Heimat ist.
Südtirol ist ein uralter Siedlungs- und Kulturraum. Bereits in der Jungsteinzeit, dem Neolithikum, wurde der südliche Alpenraum nach der letzten großen Eiszeit dauerhaft besiedelt. Einer der bekanntesten Zeugen dieser frühen Epoche ist „Ötzi“, der Mann aus dem Eis, der vor rund 5.000 Jahren am Hauslabjoch in den Ötztaler Alpen verstarb.
Die lebendige Erde
Das Leben der neolithischen Menschen war von einer tiefen Spiritualität geprägt. Sie erlebten sich nicht getrennt von der Natur, sondern als Teil von ihr – eingebunden in den großen Kreislauf des Lebens und als Ausdruck einer vielfältigen Schöpfung.
Hinter allem erkannten sie eine lebensschöpferische, weibliche Kraft, die in allen Dingen wohnte. Sie war für sie die Erde selbst, die Sonne, der Mond, der Himmel, die Unterwelt, die Pflanzen, Tiere und Menschen, der Stein, das Wasser und der Wind. Sie war Raum und Zeit, Ursprung und Ordnung, Werden und Vergehen – die allem innewohnende kosmische Kraft.
Diese schöpferisch-weibliche Kraft war zugleich Trägerin von Weisheit. Weisheit wirkte aus allem: aus Menschen und Tieren, aus Pflanzen und Steinen, aus einem Windhauch, einem Sonnenstrahl oder einem Tropfen Wasser. Hinter dieser ewigen schöpferischen Kraft und Weisheit stand die uranfängliche Ahnfrau – die große Mutter, die gesamte kosmisch-irdische Natur.
Im westlichen Alpenraum wurde diese Erd- und Muttergöttin unter anderem mit dem Namen Rätia verbunden.
Rätia: Berg- und Muttergöttin des Alpenraums
In den betont weiblichen Formen der Landschaft erkannten die frühen Menschen die Gestalt Rätias. Die Berge, Täler, Quellen, Hügel und Steine waren für sie nicht bloße Naturformen, sondern Ausdruck der lebendigen Göttin – tausend Gesichter einer einzigen großen Mutter.
Solche Landschaften galten als heilig. Sie wurden zu Wohn- und Kultorten der frühen sesshaften Menschen, zu sakralen Räumen mitten in der Natur.
Ein markanter Hügel konnte als schwangere Erdbauch der großen Mutter erlebt werden, zwei gleichförmige Hügel als ihr Busen, ein halbkreisförmiges Talende als ihr Schoß, aus dem eine Quelle als heiliges Schoßwasser entsprang. Eine langgezogene Bergkette wurde zur liegenden Göttin, ein Findlingsstein zum Nabel der großen Mutter.
Rätia war jene göttliche Kraft, die das Rad des Lebens unaufhaltsam weiterdrehte. Sie spann den Schicksalsfaden der Menschen, schenkte Leben und Tod, Werden und Vergehen, Fruchtbarkeit und Wandlung.
Der Mensch verstand sich einerseits als abhängig von dieser unsichtbaren, göttlichen Kraft – zugleich aber auch als zutiefst mit ihr verbunden. Diese Verbundenheit mit der Berg- und Muttergöttin wollte zum Ausdruck gebracht werden: durch ein entsprechendes Verhalten, das Ritual, mit passenden Symbolen, in einem vom Alltagsraum abgeschlossenen Raum - dem Kultraum.
So wurden besondere Orte in der Landschaft zu heiligen Stätten der frühen Menschen, an denen über ritualmagische Handlungen die Verbindung mit Rätia erneuert und ihre unsichtbaren Wirkkräfte unterstützt wurden.
Die drei Bethen - Rätia in verwandelter Form
Die Verehrung der Göttin Rätia wirkte bis weit ins Mittelalter hinein nach. Mit der Ausbreitung des Christentums und der Missionierungsarbeit der Kirche verschwand der Name Rätia – ebenso wie viele andere lokale Namen der Göttin – zunehmend aus dem allgemeinen Sprachgebrauch.
Doch der Kult selbst erlosch nicht vollständig. Vor allem in abgelegenen Gebieten des Alpenraums, die das Christentum erst spät erreichte, lebte die Verehrung der großen Göttin in verwandelter Form weiter – etwa in der Gestalt der drei Bethen, der drei heiligen Frauen.
So begegnen uns an vielen Orten Südtirols und des Alpenraums bis heute Spuren einer alten, vorchristlichen Spiritualität: in Sagen und Märchen, in Flurnamen, in Kirchenpatrozinien, in Heiligenlegenden, in Bräuchen und in der besonderen Atmosphäre heiliger Plätze.
Auf den Spuren Rätias und der drei Bethen
Im Rahmen dieser geomantischen Reise begehen wir die alten Wege unserer Ahninnen und Ahnen, die sie einst hier vor tausenden Jahren angelegt und beschritten haben, um zu ihren heiligen Plätzen zu gelangen. Wir lassen die Mythologien, die Spiritualität und das Weltbild der frühen Kulturen Südtirols und des Alpenraums wieder lebendig werden.
Ich begleite euch mit ausgewählten Themen aus der interpretativen und angewandten Geomantie, mit Einblicken in die Mythologie der Alpenbewohner, in ihre Sagen- und Märchenwelten, Flurnamenforschung, Kirchen- und Heiligenkunde. Dabei öffnen sich Spuren einer archaischen, gelebten Praxis: der Verehrung Rätias und der tiefen Verbundenheit der frühen Menschen mit der lebendigen Landschaft.
So wird diese Reise zu einer Begegnung mit Südtirol als heiligem Landschaftsraum – und zu einer Einladung, die alten Kräfte der Erde neu wahrzunehmen.
Inhalte
Die dreigestaltige Berg- und Muttergöttin
Die vorchristliche Göttin Rätia
Die drei Aspekte der Göttin: weiß, rot und schwarz
Attribute und Symbole der Göttin
Das matriarchale Weltbild: zyklisch, polar und allverbunden
Rätia – Ausdruck des Bewusstseins der Erde
Rätia – Urmutter und Schöpfergöttin
Rätia als Segenspendering und Schicksalsfrau
Rätia als Gabenschenkerin
Angewandte und interpretative Geomantie
Mythologische und geomantische Deutungen der Landschaft
Brunnen und Höhlen als Weltenachsen / Axis Mundi
Nabelberge als Landschaftsmitte und identitätsstiftendes Zentrum
Seen, Brunnen und Quellen als Kinderherkunftsorte
Steine als Sitz der Ahnen und als „Stein der Weisen“
Mythen, Sagen und Legenden als Schlüssel zur geistigen Landschaft
Flurnamenkunde und symbolische Landschaftsdeutung
Das bewusste Begehen und Wahrnehmen der Landschaft
Landschaftsmythologie: Landschaften als Emanation des Göttlichen und Sitz des Numinosen
Sicht- und Kultlinien
Der Drache in Mythologie und Geomantie
Drachenorte und Drachenlinien
Orte, die wir - unter anderem - besuchen werden (Änderungen vorbehalten)
Tartscher Bühel
Heiligen Drei Brunnen
Klumperplatte
Drachenrücken St. Hippolyt
St. Prokolus Naturns
Castelfeder
Drei Bethen in Meransen und Klerant
Schalensteine bei Brixen/Elvas
Fruchtbarkeitsrutsch Elvas
Informationen und ausführliche Beschreibungen und Impresssionen zu den einzelnen Etappen der Reise findest du in der Broschüre.
Programm und Ablauf im Überblick
Dienstag, 1.6.2027: Individuelle Anreise nach Goldrain, Einchecken, und ab 17:00 Uhr Einführungsvortrag und Besprechung der Organisation im Bildungshaus Schloss Goldrain
Mittwoch, 2.6.2027: Quellheiligtum zu den drei Brunnen in Trafoi; mythischer Tartscher Bühel, Kultplatz Klumperplatte mit Waalweg.
Donnerstag, 3.6.2027: St. Prokulus Kirche Naturns; Klumperplatte Kastelbell
Freitag 4.6.2027: Der Landschaftsdrache bei St. Hippolyt; Castelfeder, heilige Stätte der kosmische Mondgöttin
Samstag 5.6,2027: 1000 jährige Urlärchen im Ultental; Im Reich der Sonne am Vinschger Sonnenberg
Sonntag 6.6,2027: Auf den Spuren der drei Bethen in Klerant; Neolitische Felsritzungen, Schalensteine und Fruchtbarkeitsrutsche bei Elvas und individuelle Heimreise
Kosten
Normalpreis: € 630,-
Preis für eine Begleitperson: € 570,- (Normalpreis für das erste Ticket, Preis für die Begleitperson ab dem zweiten Ticket)
In der Reisegebühr sind alle eventuell anfallenden Eintrittsgebühren enthalten.
In der Reisegebühr nicht enthalten sind: Reisekosten, Kosten für Verpflegung und Übernachtungskosten
Die Teilnehermanzahl ist auf 12 Personen beschränkt
Organisatorisches (Zeit, Ort, Anreise und Unterkunft)
Zeit: 1. bis 6.6.2027
Ort: Bildungshaus Schloss Goldrain, Schlossstraße 33, I-39021 Goldrain Südtirol (BZ)
Anreise: Teilnehmende Personen organisieren ihre Anreise eigenständig. Eine Anreise mit dem Zug ist auch sehr gut möglich.
Fahrten vor Ort: Die Fahrten zu den Kraft- und Kultplätzen vor Ort organisieren wir in Fahrgemeinschaften. Diese Vorgehensweise hat sich bestens bewährt.
Unterkunft: Die Unterkunft buchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst. Ein Zimmerkontingent ist im Bildungshaus Schloss Goldrain für uns reserviert. Kontaktdaten des Bildungshauses: Tel. +39 0473 742433, info@schloss-goldrain.com. Bitte erwähne bei der Buchung die Teilnahme an der Reise und meinen Namen (Stephan Leiter)
Bei Fragen wende dich gerne an mich: stephan.leiter@raumundmensch.org bzw. +43 660 3790957
Leitung
Es begleitet dich Stephan Leiter, Geomant, Gründer und Inhaber von Raum und Mensch - Schule für Geomantie und Radiästhesie
Anmeldung
Direkt hier online über das Anmeldeformular, oder per E-Mail mit Name, Adresse & Telefonnummer an info@raumundmensch.org
Impressionen früherer Reisen
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Normalpreis
630,00 €
Begleitperson
Normalpreis für das erste Ticket, Preis für die Begleitperson (Partner/Partnerin) ab dem zweiten Ticket.
570,00 €
Gesamt
0,00 €
































































