Altes Bauwissen – Ecksteine und die Polarität der Steine
- 15. Okt. 2021
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 12 Stunden
Die Mauer
Die Mauer ist die heilige Grenze des Hauses. Sie erschafft einen geschützten Raum im Raum und trennt das Innere vom Äußeren. Dieser neu entstandene heilige Raum wird dem umgebenden Landschaftsraum entzogen. Baurituale und Bauopfer dienten dazu, die Ortskräfte, denen dieser Raum genommen wurde, zu besänftigen und künftig in Harmonie mit dem Geist des Ortes leben zu können. Durch die rituelle Grundsteinlegung etwa wird das Haus in der Erde verankert und in die irdischen Kräfte eingebunden, die auf diese Weise eingeladen werden, im Haus zu wirken.
Die Mauer schützt die Bewohner nicht nur vor Wind und Wetter, vor unerwünschten Gästen und Blicken, sondern auch auf energetischer Ebene. Dies gilt besonders dann, wenn beim Bau der Hausmauer die richtigen Steine in der richtigen Weise aneinandergereiht werden. Die alten Baumeister kannten noch die Bedeutung solcher „polarisierten Steine“, durch die ein natürlicher Schwingkreis entstehen konnte.

Die Polarität der Steine und der Schwingkreis
Natürliche Steine, aber auch Volltonziegel, weisen einen natürlichen Energiefluss auf. Durch ihren Entstehungsprozess besitzen Steinquader an ihren jeweiligen Enden eine natürliche Polarität. Die energetischen Kräfte fließen dabei von der Yin-Seite, also der negativen Polarität, zur Yang-Seite, der positiven Polarität.
Setzt der Maurer beim Bau der Mauer nun stets die Yang-Seite des neu zu setzenden Steines an die Yin-Seite des bereits gesetzten Steines, entsteht ein geschlossener Schwingkreis. Durch ein bewusstes „Anklopfen“ auf die Yin-Seite des gesetzten Steines wird der Energiefluss aktiviert beziehungsweise die Verbindung zum bereits gesetzten Stein hergestellt.

Schwellen und Ecksteine
Nun stellt sich die Frage, was mit dem Schwingkreis im Bereich der Haustür geschieht. Unterbricht die Öffnung den Schwingkreis? Um diese Frage zu beantworten, muss etwas weiter ausgeholt werden.
Sind die polarisierten Steine genau aufeinander ausgerichtet, kann der Schwingkreis auch eine gewisse Distanz „durch die Luft“ überbrücken. Die überbrückbare Entfernung hängt unter anderem von der präzisen Ausrichtung der Steine zueinander ab, damit der „Energiestrahl“ nicht am Stein auf der gegenüberliegenden Seite vorbeizielt. Zudem spielt die Größe der Steine eine Rolle: Je größer der Stein ist, desto größer darf auch die Distanz sein, die überbrückt werden soll.
Bei alten Gebäuden findet man häufig auch eine Türschwelle aus Stein. Ist sie richtig in die Fließrichtung eingesetzt, trägt auch sie dazu bei, den Schwingkreis geschlossen zu halten.

Auch an älteren Gebäuden lassen sich an den vier Hausecken häufig größere Steine beobachten. Dabei handelt es sich um die vier Ecksteine, die ebenfalls die Aufgabe haben, einen energetischen Schutzring um das Haus aufzubauen. Der alte Kinderreim „Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein“ weist noch auf diese Bedeutung hin: Das Haus wird energetisch gleichsam unter einer „Tarnkappe“ verborgen.
Durch das Setzen und genaue Ausrichten von Ecksteinen kann somit auch nachträglich ein Schutzring um das Haus errichtet werden. Besteht die Absicht, diesen Schutzring mit bestimmten Kräften zu „informieren“, können sogenannte Testobjekte oder Reliquien in den Grundstein eingemauert werden. Ebenso kann der Grundstein bewusst auf einen „rechtsdrehenden“ Kreuzungspunkt des Curry-Gitters, auch Lebenskraftgitter genannt, gesetzt werden, um die Hausmauer in Resonanz mit der Lebenskraft zu bringen.
Übung zum Spüren der Polarität der Steine
Wie können Sie die Polarität beziehungsweise die Fließrichtung eines Steines feststellen? Am einfachsten gelingt dies mit einem Pflasterstein. Legen Sie den Stein vor sich auf den Boden und beugen Sie sich so weit nach vorne, dass der rechte Arm aus der Schulter heraus rechts neben dem Pflasterstein locker pendeln kann. Für Linkshänder gilt die Übung entsprechend umgekehrt. Aktivieren Sie anschließend durch leichtes Reiben das Handchakra der rechten beziehungsweise linken Hand.
Verbinden Sie sich nun seelisch-geistig mit dem Stein und stellen Sie sich eine Kraft vor, die durch ihn hindurchfließt. Achten Sie dabei auf Ihre Hand: Wird sie zum Stein hingezogen, handelt es sich um die Yin-Seite des Steines. Wird die Hand hingegen weggedrückt, handelt es sich um die Yang-Seite.
Zur Sicherheit können Sie eine Gegenprobe machen, indem Sie den Stein um 180 Grad drehen. Wenn die Hand zuvor zum Stein hingezogen wurde, sollte sie nun weggedrückt werden — und umgekehrt.
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