Gitternetze im Sinne der Radiästhesie
- 22. Apr.
- 7 Min. Lesezeit
Ein Überblick über die bedeutendsten radiästhetischen Gittersysteme und ihre Wirkung auf Raum und Mensch
Die Erde ist von einem unsichtbaren Netz feinstofflicher Energien durchzogen. Was zunächst abstrakt klingt, hat eine überraschend konkrete und praktische Seite: Die sogenannten Gitternetze spielen in der Baubiologie, bei der Wahl von Schlafplätzen und in der energetischen Raumgestaltung eine nicht unwesentliche Rolle.
Was sind Gitternetze in der Radiästhesie?
Im Unterschied zu Wasseradern oder Erdverwerfungen sind Gitternetze nicht lokal begrenzte Phänomene. Sie legen sich nach radiästhetischem Verständnis vielmehr wie ein großflächiges Netz über die gesamte Erde.
Außerdem gelten sie nicht als rein geologische Erscheinungen, sondern als Ausdruck feinstofflicher Wechselwirkungen. In der Radiästhesie wird angenommen, dass diese Gitternetze durch Resonanz- oder Interferenzprozesse entstehen könnten.
Ein anschaulicher Vergleich sind die sogenannten chladnischen Klangfiguren. Diese entstehen, wenn feines Material wie Sand auf einer schwingenden Platte in Bewegung gerät. Dabei bilden sich durch stehende Wellen charakteristische Muster. Manche dieser Strukturen erinnern an die rechtwinkligen oder diagonal verlaufenden radiästhetischen Gitter.
Aus dieser Perspektive können Gitternetze als Resonanzerscheinungen im Energiefeld der Erde verstanden werden, die durch das Zusammenspiel mit irdischen und kosmischen Einflüssen entstehen. In manchen radiästhetischen Traditionen werden bestimmte Gitternetze sogar mit planetarischen Kräften in Verbindung gebracht, etwa das Hartmann-Gitter mit dem Mars.
Aufbau und Struktur der Gitternetze
Je nach Gittertyp beträgt die Maschenweite – also der Abstand zwischen den einzelnen Gitterstreifen – ungefähr 2 bis 4 Meter. Räumlich gesehen werden diese Zonen oft als eine Art energetische Wandstruktur beschrieben. Deshalb sollen sie sich nicht nur am Boden, sondern durch alle Stockwerke eines Gebäudes ziehen – vom Keller bis ins Dachgeschoss.
Auch die Zonenbreite variiert je nach Gitter und liegt meist zwischen 10 und 50 Zentimetern.
Nach radiästhetischer Erfahrung verlaufen Gitternetze jedoch nicht immer vollkommen starr oder exakt. Massive Bauwerke, dicke Mauern oder besondere Geländeformen können die Linien beeinflussen, verzerren oder beugen. Dadurch verändern sich mitunter auch die Abstände zwischen den Gitterstreifen.
Zusätzlich wird angenommen, dass sich Breite und Lage der Gitterzonen durch Mondrhythmen, Sonnenaktivität oder kosmische Einflüsse verändern können. Gitternetze werden deshalb oft nicht als starres Raster, sondern eher als ein lebendiges, pulsierendes Netz verstanden.
Gerade diese Beweglichkeit ist für die radiästhetische Praxis wichtig, denn dadurch können sich auch die Kreuzungspunkte der Gitter verschieben.


Gitternetze im Überblick
Das Hartmann-Gitter
Überblick
Das Hartmann-Gitter ist das wohl bekannteste Gitternetz der Radiästhesie. Es wurde bereits in den 1930er-Jahren von den Radiästheten Peyré und Hiller beschrieben. Der deutsche Arzt Dr. Ernst Hartmann griff das Phänomen später auf und machte es mit eigenen Untersuchungen und Veröffentlichungen bekannt.
Das Hartmann-Gitter wird auch als Globalgitter oder erstes Gitter bezeichnet. Es verläuft weitgehend entlang der Haupthimmelsrichtungen, also in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung.
Die Gitterlinien haben eine Breite von etwa 20 bis 30 Zentimetern, der Abstand zwischen den Linien liegt bei ungefähr 2,2 bis 2,5 Metern. Charakteristisch sind außerdem sogenannte Polarisationssprünge: Die Streifen wechseln sich ab in links- und rechts-polarisierte Zonen.

Wirkungsweise
Das Hartmann-Gitter wird in der Regel als eher mildes Gitternetz beschrieben. Dennoch kann es insbesondere im Schlafbereich eine Rolle spielen.
Je nach Position des Bettes innerhalb der Gitterzonen kann es nach radiästhetischer Auffassung zu einer Beeinträchtigung der Schlafqualität kommen. Typische Beobachtungen sind:
Müdigkeit und Erschöpfung
unruhiger Schlaf
verminderte Regeneration
energetisches Schwächegefühl
Besonders relevant wird das Hartmann-Gitter dann, wenn es sich mit anderen Störzonen überschneidet, zum Beispiel mit Wasseradern, Curry-Gitter-Linien oder Verwerfungen. Solche Kreuzungen gelten in der Radiästhesie als besonders belastend.
Merkmale des Hartmann-Gitters
Richtung: Nord–Süd / Ost–West
Linienbreite: ca. 20–30 cm
Linienabstand: ca. 2–2,5 m
Grifflänge: 6,1 LA oder Gelbe Markierung
Besonderheit: Polarisationssprünge
Geomantische Wirkung: Ordnungsgitter, Machtgitter, Potenzierer
Fazit zum Hartmann-Gitter: Allein wird es meist als relativ unproblematisch angesehen, in Kombination mit anderen geopathischen Belastungen kann es jedoch belastend wirken.
Das Curry-Gitter
Überblick
Das zweite große Gitternetz der Radiästhesie trägt den Namen des Arztes Dr. Manfred Curry, obwohl die Erstbeschreibung zwischen 1945 und 1951 eigentlich von Siegfried Wittmann stammte, der dabei weitgehend unerwähnt blieb. Curry veröffentlichte das Konzept 1952 und prägte damit den heute geläufigen Namen.
Das Curry-Gitter verläuft diagonal in den Zwischenhimmelsrichtungen, also von Nordost nach Südwest sowie von Nordwest nach Südost. Es besitzt eine Maschenweite von etwa 3 bis 4 Metern und eine Zonenbreite von rund 20 bis 30 Zentimetern. Damit bildet es ein zweites, gegenüber dem Hartmann-Gitter versetztes Rastersystem und wird deshalb auch als Diagonalgitter oder zweites Gitter bezeichnet.
Auch beim Curry-Gitter treten Polarisationssprünge auf: Links- und rechtsdrehende Streifen wechseln sich ab. Dadurch ergeben sich linksdrehende, rechtsdrehende und sogenannte neutrale Kreuzungspunkte.

Wirkungsweise
In der Radiästhesie wird dem Curry-Gitter meist eine stärkere Wirkung zugeschrieben als dem Hartmann-Gitter, insbesondere an seinen Kreuzungspunkten. Pflanzen soll es im Wachstum fördern – vor allem auf rechtsdrehenden Streifen und rechtsdrehenden Kreuzungspunkten. Deshalb wird es bisweilen auch als Lebenskraftgitter bezeichnet.
Für den Menschen wird seine Wirkung hingegen häufig als zu anregend beschrieben. Mögliche Folgen können innere Unruhe, Stress, Nervosität, Kribbeln, erhöhter Puls, Herzrasen oder kalte Füße sein. Deshalb gilt das Curry-Gitter vor allem im Schlafbereich als ungünstig.
Interessant ist auch eine in radiästhetischen Kreisen häufig genannte Beobachtung: Bei Vollmond soll ein Curry-Kreuzungspunkt nahezu doppelt so stark wirksam sein wie bei Neumond.
Merkmale des Curry-Gitters
Richtung: NO–SW / NW–SO
Linienbreite: ca. 20–30 cm
Linienabstand: ca. 3–4 m
Besonderheit: Polarisationssprünge
Grifflänge: 6,9 LA
Geomantische Wirkung: Sakralgitter, Heilungsgitter, Wachstumszonen, Potenzierer, Anreger
Zusammengefasst: Was Pflanzen beim Wachsen unterstützen kann, kann den Menschen in einen Zustand der Übererregung versetzen – und damit erholsamen Schlaf erschweren.

Veranstaltungstipp:
Radiästhesieausbildung
Umfang: jeweils 6 intensive Tage.
Zertifizierung: Abschluss mit offiziellem Zertifikat.
Leitung: Stephan Leiter (Geomant und Inhaber von Raum und Mensch – Schule für Geomantie und Radiästhesie).
Infos & Anmeldung: https://www.raumundmensch.org/radiästhesieausbildung
Fragen: zu Inhalt, Ablauf, Ort, Anreise, Unterkunft etc. an info@raumundmensch.org
Besonderheiten beim Hartmann- und Curry-Gitter
Großraumgitter
Sowohl beim Hartmann- als auch beim Curry-Gitter gibt es das Phänomen der sogenannten Großraumgitter, auch Gitter höherer Ordnung genannt.
Dabei treten in Abständen von mehreren Kilometern deutlich größere Gitterstreifen auf, deren Zonenbreite nicht mehr nur einige Zentimeter, sondern mehrere Meter betragen kann. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass hier Resonanzeffekte auf höherer Ebene wirksam werden und dadurch breitere Streifen entstehen.
Auf rechtsdrehenden Kreuzungspunkten solcher Großraumgitter lassen sich mitunter große, mächtige Bäume beobachten. Ebenso kann man gelegentlich feststellen, dass sich Bäume entlang eines rechtsdrehenden Curry-Großraumgitterstreifens regelrecht aneinanderreihen.

Informationskanal und Interferenzmuster über Kreuzungspunkten
Eine bemerkenswerte Eigenschaft der Gitternetze besteht darin, dass sich Informationen über sie verbreiten und miteinander vernetzen können.
Das Hartmann- und das Curry-Gitter zeigen zwischen den einzelnen Gitternetzstreifen Polarisationssprünge. Dabei wechseln sich links- und rechtsdrehende Streifen ab, sodass rechtsdrehende, linksdrehende und neutrale Kreuzungspunkte entstehen.
Treffen zwei rechtsdrehende Streifen aufeinander, entsteht ein rechtsdrehender beziehungsweise aufladender Kreuzungspunkt. Kreuzen sich zwei linksdrehende Streifen, bildet sich ein linksdrehender beziehungsweise abladender Kreuzungspunkt. Schneiden sich hingegen ein links- und ein rechtsdrehender Streifen, entsteht ein neutraler Kreuzungspunkt.
Kreuzungspunkte zweier gleich schwingender Phänomene erzeugen ein spindelförmiges Interferenzmuster, das sich über dem Kreuzungspunkt aufbaut. Hinweise darauf sollen sich häufig in Form von Geschwülsten zeigen, die in regelmäßigen Abständen an Bäumen auftreten, die über solchen Kreuzungspunkten wachsen.

Schneider-Gitter III / Etrusker-Gitter / Blitzgitter
Überblick
Das sogenannte Blitzgitter wird auch als drittes Gitter oder Gitter nach Schneider bezeichnet, benannt nach Dipl.-Ing. Schneider, der es beschrieben hat. Besonders bekannt ist es auch als Linie der Beredsamkeit.
Streng genommen handelt es sich jedoch gar nicht um ein Gitter im klassischen Sinn. Anders als Hartmann- oder Curry-Gitter verläuft es nicht in einem regelmäßigen Muster, sondern eher in zackigen, unregelmäßigen Streifen.
Wie bei vielen Phänomenen der Radiästhesie ist die genaue Ursache nicht geklärt. Es gibt jedoch einen auffälligen Zusammenhang mit Blitzeinschlägen, was auch seinen Namen erklärt.
Wirkungsweise
Dem Blitzgitter wird eine stark inspirierende und sprachfördernde Wirkung zugeschrieben. Es soll Redefluss, kreative Einfälle und geistige Präsenz unterstützen. In mythologischen Zusammenhängen betrachteten insbesondere die Etrusker den Blitz als Zeichen ihrer Gottheiten. Dort, wo ein Blitz einschlug, sah man eine Axis Mundi, also eine Weltenachse – eine Verbindung zwischen der irdischen und der geistigen Ebene.
Dieses Wissen, so heißt es in geomantischen Traditionen, hätten auch alte Dom- und Kirchenbaumeister genutzt. Predigtkanzeln seien daher nicht selten über solchen Blitzlinien errichtet worden, um den Predigenden geistige Eingebung und Beredsamkeit zu erleichtern.
Tipp: Auch dem Holz von sogenannten Blitzbäumen wird eine ähnliche Wirkung zugeschrieben. Wer bei Vorträgen, Kundengesprächen, Vorstellungsgesprächen oder Reden unter Nervosität oder Blockaden leidet, kann nach dieser Vorstellung einen Holzsplitter als Amulett bei sich tragen, um sich symbolisch mit dieser inspirierenden Kraft zu verbinden.
Zusammengefasst: Das Blitzgitter zeichnet sich weniger durch eine regelmäßige Struktur als durch seine aktivierende, geistig anregende Wirkung aus. Für Kreativität und Kommunikation kann es förderlich sein – an Ruhe- und Schlafplätzen wird es jedoch eher gemieden.
Merkmale des Blitzgitters
Ausrichtung: unterschiedlich
Maschenweite: keine regelmäßige Gitterstruktur
Zonenbreite: nicht konstant feststellbar
Grifflänge: 8,25 LA
Geomantische Wirkung: Beredsamkeitslinie, Blitzlinie, Axis Mundi
Wittmann’sche Polpunkte / Peyré-Gitter
Auch die Wittmann’schen Polpunkte sind streng genommen keine Gitter im herkömmlichen Sinne, sondern unregelmäßig über die Erdoberfläche verteilte energetische Punkte. Der Künstler und Geomant Marko Pogačnik bezeichnet sie auch als Ein- und Ausatmungspunkte der Erde.
Nach Pogačnik „atmet“ die Erde fortwährend Lebensenergie – etwa Prana oder Äther – ein und aus. Dieser Austausch findet an bestimmten Orten statt:
Ausatmungspunkte (陽 – aktiv)
Hier strömt feinstoffliche Energie aus dem Erdinneren nach außen in die Atmosphäre. Solche Orte wirken oft belebend, inspirierend und leicht. Man findet sie häufig auf Hügeln oder an Orten mit weiter Ausstrahlung.
Einatmungspunkte (陰 – rezeptiv)
Hier nimmt die Erde kosmische Energien oder Informationen aus ihrer Umgebung auf. Diese Punkte wirken eher sammelnd, tief und transformierend. Häufig befinden sie sich in Senken, an Quellen oder an morphologisch geschlossenen Orten.
Zusammengefasst: Es handelt sich um Ein- und Ausatmungspunkte der Erde mit deutlich auf- und abladenden Qualitäten.
Merkmale der Wittmann’schen Polpunkte
Ausrichtung: unregelmäßig verteilte auf- und abladende Punkte
Abstand: ca. 11 Meter
Punktgröße: ca. 0,5–2 Meter
Grifflänge: aufladend 5,8 LA, abladend 6,3 LA
Geomantische Wirkung: starke Ätheraktivität, „Poren der Erdatmung“
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