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Raum und Mensch - Schule für Geomantie und Radiästhesie

Wesen, Ursprung und Kern der Rituale: Ausdruck matriarchaler Spiritualität

  • vor 1 Tag
  • 4 Min. Lesezeit

Wenn wir uns tiefer mit Ritualen und ihrem Ursprung auseinanderzusetzen, finden wir uns unweigerlich bei den frühen Menschen der matriarchalen Kulturen wieder. Nur dort, in ihrer Spiritualität, finden wir die Wurzeln und den Kern der Rituale.


Diese frühen Menschen erkannten hinter der Welt hinter allem Sein ein Kraft. Diese Kraft ist weiblich und allgegenwärtig, die hervorbringende, lebensschöpferische, weibliche Urkraft, die in allen Dingen wohnt. Sie ist die Lebensordnung selbst und umgibt uns in all ihren Erscheinungen. Sie ist der Raum, die Zeit, die Erde selbst, die Sonne, der Mond, der Himmel, der sich über uns wölbt, und die Unterwelt, die sich unsichtbar und gegengleich zum Himmel ausbreitet.


Diese schöpferisch-weibliche Kraft ist ebenso weise. Und so wohnt auch die Weisheit in allen Dingen. Sie wirkt aus Menschen, Tieren, Pflanzen, Steinen, einem Windhauch, einem Sonnenstrahl oder durch einen Tropfen Wasser in gleichem Maße. Hinter der ewigen schöpferischen Kraft und der ewigen Weisheit steht die uranfängliche Ahnfrau. Sie ist die gesamte kosmisch-irdische Natur.


Rituale als Ausdruck der Teilhabe an der Schöpfung

Die Menschen versuchten, diese Weisheit zurückzugeben, indem sie ihr Leben in den Dienst der Weisheit der weiblichen Urkraft stellten. Übersetzt – sie lebten im Einklang mit der Natur in all ihren Erscheinungsformen. Sie erkannten sich selbst als Natur und somit eingebunden in die Natur. Sie erkannten sich als einen Aspekt der vielfältigen Schöpfung. Sie gaben ihr Leben bewusst der matriarchalen Schöpferkraft hin, an der sie, wie alle anderen Erscheinungen der Schöpfung auch, teilhaben.


Die matriarchale Kultur war eine Kultur der Teilhabe. Teilhabe am ewigen Kreislauf des Lebens, der Alles und Jeden durch die polaren Gegensatzpaare führt und begleitet. Der Tod war ein Durchgang zur Wiederkehr, wie das Leben ein Durchgang in den Tod war. Auf die dunklen Seiten des Lebens folgen die hellen und auf die hellen wieder die dunklen. Es gibt kein Besser und Schlechter, kein gut und böse. Das Leben ist ein Tanz, angeleitet von der schöpferisch weiblichen Urkraft, ein großer, fruchtbarer Spannungsbogen, aus dem heraus sich das lebendige Leben entfalten darf.


Rituelle Symbolik matriarchaler Kulturen

Der Mondzyklus als Sinnbild kosmischer Abläufe
Der Mondzyklus als Sinnbild kosmischer Abläufe

Diese Teilhabe am Leben, der Schöpfung selbst, wollte zum Ausdruck gebracht werden. Nicht durch Namen oder Beschreibungen. Denn Namen legen fest und grenzen ein, Beschreibungen beziehen sich auf Einzelheiten. Um ihre Teilhabe am Leben, an der Schöpfung, am großen Ganzen auszudrücken, um die Weisheit zurückzugeben, bedurften die Menschen matriarchaler Kulturen des Gegenständlichen, um sich das Abstrakte vorzustellen.


In diesem Sinne erschufen die archaischen Menschen Bilder dieser kosmisch-weiblichen Schöpfungskraft. Bilder im Sinne von Symbolen, Kult- und Ritualhandlungen. So entstanden ihre großen Mysterienfeste zu Ehren der weiblich-schöpferischen Kraft, dem Inbegriff aller Weisheit.


Sie feierten allmorgendlich die Wiedergeburt des Tages, bedankten sich am Abend für die Begleitung durch den Tag und baten um eine gute Reise durch die Schattenwelt während der Nacht. Sie feierten die Geburt der jungen Mondsichel aus dem Schwarzmond heraus, die jährliche Rückkehr allen Lebens, ebenso wie die Vereinigung von Himmel und Erde (Himmelskönigin und König) in der heiligen Hochzeit im Frühling/Sommer und den rituellen Tod sowei die Unterweltsfahrt des Königs (er steht für die Vergänglichkeit des irdischen Lebens) im Herbst zur Erntezeit. Die kultische Handlung war genauso wichtig wie Essen und Trinken, Aussaat und Ernte.


Dabei ging es nicht darum, mittels Ritualen etwas herbeizurufen bzw. herbeizuführen. Es ging nicht darum, Macht über die Natur zu haben bzw. diese zu beherrschen oder gar zu manipulieren. Diesen frühen Menschen war sehr wohl bewusst, dass die Sonne auch ohne ihre Rituale am nächsten Morgen wiederkehren würde.


Durch Hingabe im Rahmen kultischer Handlungen, vollzogen in Ritualen und unterstützt mit entsprechenden Symbolen, wurde das kosmische Geschehen, die Schöpfung, ja das Leben selbst, vergegenwärtigt, nachvollzogen und unterstützt. Es wurden jene Kräfte angerufen, gefeiert und gepriesen, die die Welt halten, gestalten und das Leben tragen.


Gefeiert wurden die Wunder des Lebens: Geburt, Wachstum, Liebe, Vergehen, Transformation und Wiederkehr, wie sie in den großen und kleinen kosmischen Abläufen erkannt wurden. Die Mysterienfeste sind Ausdruck einer matriarchalen Spiritualität und des dieser Spiritualität zugrundeliegenden magischen Weltbildes, in dem die Menschen die kosmische und irdische Natur in all ihren Erscheinungsformen als ein schöpferisches, beseeltes und durchgeistigtes Gegenüber erkannten.


Das Wesen der Rituale

Den Ursprung und das Wesen der Rituale finden wir in den Mysterienfesten der matriarchalen Menschen. Sie erinnern uns daran, dass es keine Trennung von Mensch und Natur gibt und alles mit allem tief ineinander verwoben über wechselseitige Wirkungen in ständiger Verbindung steht.


Deshalb sind wir auch in der Lage, uns mit allen auszutauschen, mit Pflanzen, Tieren, Sternen und Steinen. Wir können Wünsche und Gedanken kommunizieren. Aber genau deshalb haben auch die Antworten darauf nicht nur auf uns Wirkung, sondern auf ALLES.


Das muss uns immer bewusst sein, und daraus leitet sich eine große Verantwortung ab: Bedenke also gut, was du dir wünschst, es könnte dir erfüllt werden!


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Zu diesem Thema beachte vor allem die Ritualausbildung


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