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Tanneneh, die versunkene Stadt der Göttin Tanna

Aktualisiert: 7. Mai 2021


Göttinnen der Alpen | Tanna, Croderes, Marmarole | Raum und Mensch - Schule für Geomantie und Radiästhesie
Die Marmarole - Sitz der Göttin Tanna und des Volkes der Croderes

Wenn man den Göttinnen der Alpen auf der Spur ist, helfen vielfach die zahlreichen Sagen aus der Gegend. Auffallend sind die vielen Untergangssagen, aus denen auf einen sehr abrupten Kälteeinbruch und eine rasche Vergletscherung der Almen und Hochtäler geschlossen werden kann. Solche Sagen passen sehr gut mit dem Ende der Warmzeit um etwa 4000 bis 3000 v.u.Z. zusammen. Damit endeten auch die paradiesischen Zeiten in den Alpen mit eisfreien Pässen und Siedlungsmöglichkeiten bis hoch hinauf.


Eine dieser Sagen beschreibt den Untergang von Tanneneh. Die reichen Bewohner von Tanneneh sollen einst einen Bettler aus der Stadt vertrieben haben. Da erhob sich die große Göttin und ruft einen Zauber: „Tanneneh, Tanneneh, s'macht an Schnee und apert nimmermeh!“ („Tanneneh, Tanneneh, du wirst eingeschneit und taust nie mehr auf!“).

Interessant ist, dass auch in den Dolomiten in einer Sage die Königin Tanna vorkommt. Sie war die Ahnfrau der Croderes, der Steinpersonen, die einst im Bergstock der Marmarole lebten. Tanna hatte die Macht zu Urteilen und zu Handeln. Sie kann Bergstürze herbeiführen oder aufhalten, genauso wie Lawinen und Sturzfluten.


Der Alpenraum wurde vom matriarchal geprägten jungsteinzeitlichen Mittelmeerraum aus über Frankreich, die britischen Inseln und über die großen Ströme wie die Donau landeinwärts besiedelt. Sie brachten die Verehrung der Muttergöttin Danaë des neolithischen Kretas mit.


Göttinnen der Alpen | Paps Danu | Raum und Mensch - Schule für Geomantie und Radiästhesie
Paps Danu | Foto: Gerard Lovett; CC BY 2.0

In Irland nannten sich die Einwanderer „Túatha Dé Danaan“, das „Volk der Göttin Dana“. Zwei gleichförmige Hügel, die „Paps Danu“, die „Brüste der Dana“ zeugen heute noch davon. Auch in der Donau steckt die Göttin - die Donau ist die Aue der Dana – ebenso wie in Diana, „Di-ana“, wobei das „Di“ für Göttin steht und „ana“ für Dana, also die Göttin Dana meint. Im Christentum erkennen wir Dana in der „Heiligen Anna“ der Großmutter des Jesuskindes wieder.


So steckt Dana auch im Namen der versunkenen Stadt am Gurgler Ferner in den Ötztaler Alpen. Tanneneh heißt übersetzt „Stadt der Göttin Tanna“. Der Name der Alpengöttin Tanna wiederum leitet sich von Dana ab.


Eine von „Ötzis“ Alpengöttinnen war also Tanna, abgeleitet von Dana der krethischen Muttergöttin.


Wenn du tiefer in diese Thematik eintauchen möchtest, empfehle ich dir das Seminar „Auf den Spuren der Göttinnen der Alpen


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