Die Sechs

Die Pythagoräer betrachteten die Zahlen nicht nur als Ziffern, sondern als eigene Wesen. Allen voran die Zahlen 1, 2, 3 und 4 galten für sie als heilig uns als Archetypen, die ihren Ursprung auf der Urkraftebene der Schöpfung haben.


Zahlen stehen als Symbole für eine spirituelle Wirklichkeit bzw. ein geistiges Prinzip. Sie sind also wesentlich mehr als die reine formelle, physische Darstellung. Sie sind Ausdruck des den Dingen, denen sie Form, Maß und Proportion verleihen, innewohnenden Wesens und sind so auch Mittler zwischen der geistigen und der physischen Welt. So hat die Zahl nicht nur einen Wert sondern eine Bildgestalt die in den verschiedenen Welten, der oberen Welt des geistigen, der unteren Welt aus Maß, Form und Proportion und er Mittleren Anderswelt oder der Welt des Äthers.


Die drei Welten oder die dre Existenzebenen

Die Folgende Blogreihe zu der Zahlensymbolik beschreibt die den einzelnen Zahlen innewohnende Symbolik. Hier ist anzumerken, dass verschiedene Kulturen auch voneinander abweichende Vorstellungen zur Zahlensymbolik haben können und von der folgenden Beschreibung abweichen können.


Die Sechs, die vollkommene Zahl

Die sechs ist die erste vollkommene Zahl. Eine Zahl wird - seit der Antike - dann als vollständig bezeichnet, wenn sie der Summe ihrer Teiler entspricht. 1+2+3=6. Ebenso ergibt die Multiplikation ihrer Teiler die Sechs: 1x2x3=6. Vollständige Zahlen sind rar gesät. Die zweite ist die 28, 496 die dritte, die vierte die 8.128 und die fünfte die 33.550.336.

Diese Vollkommenheit spiegelt sich auch in der jüdischen und christlichen Schöpfungsmythologie wider: Im ersten Kapitel der Genesis steht geschrieben, dass das Universum in sechs Tagen erschaffen wurde. Nach dem Sechsten Tag war das Universum also vollkommen.

Durch die Vereinigung zweier gleichseitiger Dreiecke, die wiederum aus der Vesica Piscis hervorgegangen sind, entsteht das Hexagramm, der sechsstrahlige Stern. So gilt die 6 auch als Zahl der Hochzeit.


Die zwei gleichseitigen Dreiecke vereinigen Sich zu einem Sechseck

Die Summe der sechs Seiten eines Hexagons entsprechen dem sechsfachen Radius des Umkreises des Hexagons. So lassen sich 6 gleich große Kreise um einen mittleren gleich großen Kreis zeichnen, so dass jeder Kreis die beiden benachbarten Kreise und den Mittelkreis berührt.



Die sechs findet sich in der Natur vor allem im Anorganischen. Bienenwaben sind Hexagone. Auch im Kristallwachstum kommt das hexagonale Gitter am häufigsten vor. Hexagone lassen sich endlos aneinanderfügen. Sechsecke beziehen sich eher auf die stoffliche Grundordnung und weniger auf das geistige Prinzip.

Das zeigt sich auch im Graphischen. Hier entspringt die 6 im Geistigen, schwingt sich über das Ätherische in das Physische und verankert sich dort.

Die 6 entspringt im Geistigen und verankert sich im Physischen

Im 6. Gebot – Du sollst nicht Unkeuschheit treiben - wird im Christentum, einer kosmischen am geistigen Prinzop ausgerichteten Religion, die Sex(sechs)ualität zu etwas Verwerflichen gemacht. Für die Kelten war die 6 eine heilige Zahl. Die 6 Tag um den Vollmond herum (3 davor und 3 danach) waren ebenso heilig wie die 2 mal 6 Tage der Rauhnächte vor und nach Sylvester.

Tipp: Falls sich tiefergehend mit der Heiligen Geometrie beschäftigen möchten empfehle ich das Seminar "Heilige Geometrie - Mystik der Zahlen, Formen und Proportionen"

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