Die Wasserader – ein geomantisch-radiästhetisches Phänomen
- 25. Juni
- 5 Min. Lesezeit
Was versteht die Radiästhesie unter Wasseradern?
Unterirdisch gebündelt fließendes Wasser wird in der Radiästhesie unter dem Begriff „Wasserader“ zusammengefasst. Anschaulich können Wasseradern als unterirdisch fließende Bäche, Flüsse oder Ströme beschrieben werden.
Auch in einem unterirdischen Grundwassersee gibt es Bewegungen und Strömungen – ähnlich wie im Meer oder in einem großen See. Auch solche Strömungen innerhalb unterirdischer Wasserkörper fallen in der Radiästhesie unter den Begriff der Wasseradern.
Die radiästhetische Wirksamkeit von Wasseradern

Aus radiästhetischer Sicht entsteht die besondere „Wirksamkeit“ von Wasseradern erst durch das Zusammenspiel von unterirdisch fließendem Wasser und Strahlungen aus dem Erdinneren. Treffen solche Strahlungen auf eine unterirdische Wasserader, bilden sich nach radiästhetischer Auffassung sogenannte Brechungs- oder Strahlungsspektroide – vergleichbar mit bestimmten Gesetzmäßigkeiten der Optik.
Dabei entstehen Strahlungsverdichtungen, die in der Radiästhesie häufig auch als Störzonen bezeichnet werden. Diese Verdichtungen können eine regulative Wirkung auf Menschen, Tiere und Pflanzen haben.
Die Intensität einer Wasserader nimmt von ihrer Schwerpunktzone – also der Mitte der Ader – bis zum äußersten Rand, der sogenannten Ankündigungszone, ab.
Tiere und Pflanzen als natürliche Anzeiger

Tiere und Pflanzen reagieren auf solche Plätze auf sehr unterschiedliche Weise. Manche meiden sie, andere suchen sie gezielt auf.
So war es in manchen Mittelmeerländern früher üblich, vor einem Hausbau das Grundstück einzuzäunen und einen Hund über mehrere Tage hinweg darin zu beobachten. Jene Plätze, an denen der Hund zur Ruhe kam und sich schlafen legte, galten als gute Schlafplätze. Ähnliches gilt für Plätze, an denen Rinder wiederkäuen.
Auch bestimmte Wuchsformen von Bäumen können auf Wasseradern hinweisen. Bäume mit Zwieselwuchs – also Bäume, die sich ab einer gewissen Höhe in zwei Stämme oder starke Äste teilen – gelten häufig als Anzeiger einer Wasserader. Aus radiästhetischer Sicht versucht der Baum durch diesen V-förmigen Wuchs, der Schwerpunktzone einer Wasserader auszuweichen.
Auch Bäume, die schräg, aber ansonsten gerade wachsen, können Hinweise auf eine Ankündigungszone geben, der sie durch ihren Wuchs auszuweichen scheinen. Drehwuchs kann wiederum auf eine Kreuzung von Wasseradern hinweisen. Ebenso können regelmäßige Verkrebsungen oder Wucherungen am Stamm als Anzeichen für eine Wasseraderkreuzung gedeutet werden.
Wasseradern mit der Wünschelrute erfassen
Eine Wasserader kann mit der Wünschelrute gut gefunden und näher bestimmt werden. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen mentaler und physikalischer Radiästhesie.
Mentale Radiästhesie
Bei der mentalen Radiästhesie stellt sich die radiästhetisch arbeitende Person innerlich auf das gesuchte Phänomen ein – in diesem Fall auf die Wasserader. Vereinfacht gesagt geht sie mit der Schwingung oder Information der Wasserader in Resonanz.
Beim Überschreiten der Wasserader reagiert der Mensch auf die abstrahlende Qualität der Zone, und die Wünschelrute zeigt einen Ausschlag. Die Rute wird dabei zum sichtbaren Anzeiger einer feinen Wahrnehmung, die über den Menschen selbst geschieht.
Physikalische Radiästhesie
In der sogenannten physikalischen Radiästhesie wird die Rute als eine Art V-Antenne beziehungsweise als geknickter Dipol verstanden. Durch das Greifen der Rute an einer bestimmten Stelle des linken oder rechten Astes – also durch eine Verkürzung der Antenne – wird sie auf eine bestimmte Frequenz eingestellt.
Bei Wasseradern kann dies beispielsweise die Frequenz der Schwerpunktzone oder der Ankündigungszone sein. Überschreitet man dann eine dieser Zonen, tritt man in den entsprechenden Strahlungsbereich ein. Im übertragenen Sinn „empfängt“ man die Wasserader auf der eingestellten Frequenz, und es kommt zum Rutenausschlag.
Zur Veranschaulichung kann man sich ein Autoradio vorstellen: Ist eine bestimmte Frequenz eingestellt und fährt man in den Sendebereich dieses Senders hinein, wird der Sender empfangen.
Meiner Erfahrung nach ist jedoch auch bei der physikalischen Radiästhesie immer ein mentaler Anteil beteiligt. Denn schon beim Einstellen der sogenannten Grifflänge richtet sich die Person – bewusst oder unbewusst – auf das zu findende Phänomen aus. In diesem Fall also auf die Wasserader.
Merkmale einer Wasserader

Eine Wasserader ist durch verschiedene Merkmale gekennzeichnet.
Dazu zählen vor allem:
ihre Intensität, also wie stark oder schwach sie auf Menschen, Tiere und Pflanzen wirkt,
ihre Fließrichtung,
ihre Polarisation, also ob sie als links- oder rechtsdrehend wahrgenommen wird,
Die Tiefe und ihre Schüttung, die besonders für Brunnensucher von Bedeutung sind.
Die Schüttung beschreibt jene Wassermenge, die eine Wasserader innerhalb einer bestimmten Zeit führt, beziehungsweise „schüttet“.
Die Wirkung auf den Menschen
Der Mensch besteht je nach Alter zu etwa 60 bis 80 Prozent aus Wasser. In diesem Sinne kann er durchaus als Wasserwesen bezeichnet werden. Daher reagiert der Mensch besonders sensibel auf Wasser und geht selbstverständlich auch mit den Störzonen von Wasseradern in Resonanz.
Aus radiästhetischer Sicht wird der Mensch durch solche Zonen angeregt. Deshalb gilt es als ungünstig, dauerhaft auf einer Wasserader zu schlafen. Der Körper befindet sich dadurch auch während des Schlafes in einem Feld beständiger Anregung.
Ein Vergleich macht dies anschaulich: Es ist, als würden wir auf einer Schaukel sitzen und ständig von einer zweiten Person angestoßen werden. Wir kommen nicht wirklich zur Ruhe.
Dabei macht es aus meiner Sicht keinen grundsätzlichen Unterschied, ob man auf einer sogenannten links- oder rechtsdrehenden Wasserader schläft. Die Wirkung zeigt sich lediglich unterschiedlich.
Eine linksdrehende Wasserader kann sich so äußern, dass man zwar tief und lange schläft, am Morgen aber dennoch müde und erschöpft aufwacht. Sie wird häufig als Energie abziehend beschrieben.
Eine rechtsdrehende Wasserader kann hingegen dazu führen, dass man kaum in einen tiefen Schlaf findet und der Schlaf insgesamt unruhig bleibt. Sie wird eher als aufladend oder energetisierend wahrgenommen.
In beiden Fällen schenkt der Schlaf nicht jene Erholung, die der Mensch eigentlich benötigt.
Erwünschte Anregung in Sakralbauten

Störzonen wurden und werden jedoch nicht ausschließlich gemieden. Sie können auch bewusst genutzt werden, um bestimmte Anregungen oder Stimmungen zu erzeugen.
Viele christliche und auch vorchristliche Sakralbauten stehen auf solchen besonderen Zonen. Aus geomantischer Sicht geschah dies nicht zufällig. Vielmehr sollten Besucherinnen und Besucher dieser Orte in eine bestimmte innere Stimmung geführt werden.
Altäre wurden häufig über unterirdisch fließendem Wasser errichtet – oft sogar über Kreuzungspunkten von Wasseradern, um die Anregung zusätzlich zu verstärken.
Auch Wasseradern, die an sakralen Orten vorbeifließen, können gezielt in die Wirkung des Ortes eingebunden sein. Dabei wirken die einzelnen Frequenzen des Strahlungsspektroids auf ihre jeweils eigene Weise und können bestimmte Ebenen des Menschen ansprechen oder aktivieren – etwa im Sinne der Chakrenlehre.
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