Was ist eigentlich ein Kraftplatz?

Ich werde oft gefragt „was ist eigentlich Radiästhesie?“ oder „was ist eigentlich Geomantie?“ oder auch „was ist eigentlich ein Kraftplatz?“.

In dieser Rubrik - dich ich treffend „Was ist eigentlich…?“ nenne werde ich in einem kurzen Beitrag versuchen diese Fragen zu beantworten.


Diesmal:


Was ist eigentlich ein Kraftplatz?

In der Geomantie beschäftigen wir uns unter anderem mit Phänomenen die „unsichtbar“ sind. Wir tauchen sozusagen von der sichtbaren Welt hinein in die Welt der unsichtbaren Phänomene. Wenn wir in der Geomantie von einem Kraftplatz, Kraftort oder Orten der Kraft sprechen, meinen wir Orte, an denen sich solche unsichtbaren Phänomene von unterschiedlicher Qualität besonders kraftvoll zeigen und wir, die Besucher solcher Orte, mit diesen Orts-Phänomenen in Resonanz treten. Wir sprechen dann häufig von einer besonderen, oft geheimnisvollen Atmosphäre an einem bestimmten Platz, von einer stark anziehenden Aus-Strahlung, von einem Ort mit ganz besonderen Energien. Solche Orte unterscheiden sich merkbar von ihrer unmittelbaren Umgebung.


Wodurch zeichnet sich ein Kraftplatz aus

Le Mont-Saint-Michel - Normandie - Frankreich

Die alten Griechen beschrieben einen Ort immer unter zwei Aspekten. Erstens unter dem Aspekt von Topos, der die physikalische Ebene eines Ortes beschrieb. Ähnlich dem, wie wir heute Orte und Plätze beschreiben, die wir mit unseren Sinnesorganen wahrnehmen. Zweitens unter dem Aspekt von Chora. Hier wird der Ort zu einer Kraft, die Gefühle in uns auszulösen vermag, die uns berührt, uns ergreift, die uns an unsere Spiritualität erinnert.

Ihr habt diese Kraft vielleicht schon einmal irgendwo erlebt. Vielleicht an alten und bekannten Kultstätten wie den Externsteinen, den Pyramiden von Gizeh, dem Parthenon auf der Akropolis oder einem anderen großen Tempel, in großartigen romanischen oder gotischen Kathedrale - um nur einige zu nennen. Vielleicht aber auch in eurer nächsten Umgebung, auf einem Berg, auf einem Hügel, an einem besonderen Baum oder Gewässer, in einer kleinen Kapelle oder vielleicht auch in eurem Garten.

Park an der Ilm, Weimar - Thüringen

Chora beschreibt als so etwas wie die ortsgebundene Qualität. Die Römer bezeichneten diese Kraft als den Genius Loci, den Geist des Ortes, als die unabhängige Wirklichkeit eines Ortes, der spirituellen Präsenz durch die der Ort beseelt und zugleich beschützt wird. Diese Kraft die einen Kraftplatz kennzeichnet kann also als die nicht-materielle Präsenz, das „numinose etwas“, die archetypische Kraft oder als die Numinosität des Ortes beschrieben werden.

Kraftorte sind Schnittstellen zwischen der physischen und der spirituellen Welt. Der physische Ort zeigt sich hier als Reflexion einer tieferen, spirituellen Welt.


Symbolisch gesprochen können wir als Besucher solcher Orte dort eine spirituelle Reise auf die andere Seite des Spiegels unternehmen und uns vom Genius Loci berühren lassen.


Tipp:

Im Online Seminar „ORTE DER KRAFT - Die Qualitäten eines Ortes erkennen und nutzen“ kannst du noch viel mehr über Kraftorte entdecken!

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