Kult- und Kraftplatz Kettenkirche St. Leonhard im Lavanttal

Aktualisiert: März 8

Einleitung

Kettenkirche St. Leonhard im Lavanttal

Östlich, etwas außerhalb der Stadtgemeinde Bad St. Leonhard im Lavanttal, in der Flur „Gammern“ steht die Kirche zum Heiligen Leonhard. Gammern leitet sich von Gaminare ab. Zur Zeit der ersten Erwähnung einer Capella sancti Leonardi in Gaminare im 12. Jahrhundert war das gesamte Gebiet des oberen Lavanttales unter dem Namen Gaminare bekannt. Auch der Name der Burgruine Gomarn, auf einem Hügel in Bad Sankt Leonhard gelegen, leitet sich davon ab.

Die heutige Kirche ist eine geostete, prächtige dreischiffige spätgotische Basilika, mit langgestrecktem Chor aus dem frühen 14. Jahrhundert. Von den Vorgängerbauten sind nur noch Spuren vorhanden. Zwei Figuren auf einem Pfeiler rechts neben dem Südportal stellen den heiligen Leonhard und den heiligen Laurentius dar. Sie geben sozusagen das Thema der Kirche vor.

Die Kirche hat sich im Laufe der Zeit zu einer Wallfahrtskirche entwickelt. Bauern, Viehhirten, Viehhändler usw. pilgern nach St. Leonhard und bringen kleine Holz- und Eisentiere als Opfergaben zum Schutz ihrer Tiere für das kommende Jahr mit.

Hervorzuheben ist auch die beeindruckende alte Linde am Vorplatz der Kirche. Sie hat viel zu erzählen.


Der Heilige Leonhard

Der Heilige Leonhard ist Schutzpatron der unschuldigen Gefangenen und für das Vieh, insbesondere der Pferde. Er zählt zu den 14 Nothelfern und wird auch gerne als Bauernherrgott bzw. Kettenheiliger verehrt. In der christlichen Ikonographie wird er meistens mit den Attributen Krummstab und Kette oder manchmal auch mit Stier oder Pferd dargestellt. Die Entwicklung zum Schutzpatron des Viehs entsprang einer Fehlinterpretation der Kette, die als Viehkette gedeutet wurde. Das Attribut der Kette ist ein Hinweis auf eine Legende, die erzählt, dass durch die Gebete des heiligen Leonhards zahlreiche Ketten unschuldiger Gefangener des Merowingerkönigs Chlodwig zersprungen sein sollen. Damit wird im Allgemeinen auch begründet, weshalb viele Leonhards-Kirchen mit einer Kette umhegt sind.


Die Gründungslegende der Kirche

Eines Tages wurde ein Bildnis des Heiligen Leonhards im dichten Dornengestrüpp gefunden. Daraufhin beschloss ein gläubiger und reicher Gewerke eine Kirche zu Ehren des Heiligen zu errichten. Nur schien ihm die Fundstelle in dem unwegsamen Gelände wenig passend. So ließ er das Bildnis an einen weit entfernten ebenen Platz bringen, um dort die Kirche zu errichten. Doch das Bildnis kehrte auf wundersame Weise wieder an den ursprünglichen Fundort zurück. Nach insgesamt drei Versuchen ohne Erfolg verstand der Gewerke den Fingerzeig Gottes und baute die Kirche an der ursprünglichen Fundstelle.


Rituelle Umhegung und die Bindemagie

Die Kette - Rituelle Umhegung sichtbar gemacht

Im Sakralbau, nicht nur im christlichen, sondern generell, ist die rituelle Umhegung sehr wichtig. Wichtiger als das eigentliche Gemäuer bzw. die physische, materielle Umhegung. Erst mit der rituellen Umhegung wird ein heiliger Raum erschaffen. Die rituelle Umhegung trennt den heiligen vom profanen Raum. Eine Kirche z.B. wird erste dann zum heiligen Raum, wenn sie durch einen Priester geweiht wird. Dabei umschreitet er die Kirche – oft auch dreimal – mit Weihrauch und Weihwasser und klopft dann von außen auf das Portal und ruft „Aperite!“. Jetzt ist die Kirche oder Besser der Raum der Kirche der weltlichen Zweckbestimmung entzogen und wird zum sakralen Raum.

Durch die rituelle Umhegung werden die Kräfte am Ort „gebunden“ und unerwünschte Kräfte vom Ort ferngehalten. Der Brauch des Umkettens (nicht nur von Kirchen) ist ein alter Bindezauber und hier gleichzeitig ein symbolisches Sichtbarmachen der rituellen Umhegung, der an sich unsichtbaren „Schutzmauer“.

Wenn wir jetzt an die Gründungslegende zurückdenken und das Bildnis des heiligen Leonhards mit der Ortskraft austauschen wird schnell klar, dass dieser Ort ein alter Kult- und Kraftplatz ist, an dem seine besonderen Kräfte gebunden sind und keine anderen Kräfte erwünscht sind. Unter diesem Aspekt wird auch die volkstümliche Deutung des Ursprungs der Kettenkirchen in Frankreich, wo der St. Leonhardskult seinen Ursprung hatte, verständlich. Dort wurde der Name des Heiligen “Lienard” verstanden als Herleitung von “lien” (Band) bzw “lier” (binden).


Die vorhandenen Kräfte wirken hier besonders konzentriert und gleichmäßig, sodass man schon beim Betreten des Sakralraumes - auch mit verschlossenen Alltagssinnen - durch alleiniges Wahrnehmen diesen besonderen Ort sofort erkennt.


Kraftvolle Stellen in der Kirche


Der Annen-Altar mit einer Darstellung von Anna selbdritt

An der Ostseite des südlichen Seitenschiffs, dem südlichen Nebenchor, steht ein Annen Altar mit der Darstellung der Anna selbdritt. Anna selbdritt ist in der christlichen Ikonographie die Darstellung von Anna, der Mutter Mariens, mit Ihrer Tochter und dem Jesuskind. Anna ist die Schutzpatronin der Gold- und Silberbergleute und wird auch „Erzmacherin“ genannt. Nahe Bad St. Leonhard wurde im Mittelalter Gold, Silber und Eisen abgebaut . Anna selbdritt ist aber auch eine christliche Überstülpung der drei Aspekte der großen Göttin. Diese drei Aspekte sind hier gut zu erkennen. Anna im schwarzen Kleid repräsentiert Ambeth die Erdgöttin, den schwarzen Aspekt der großen Göttin und steht für Wandlung und Transformation. Maria mit dem roten Kleid steht für Wilbeth die Mondgöttin, den weiblichen Aspekt der Fruchtbarkeit und Fülle und das Jesuskind als solarer Heros repräsentiert mit der Farbe Weiß Borbeth die Sonnengöttin, das Reine, Unschuldige und Jungfräuliche.

Anna Kirchen und Annenaltäre stehen oft auf alten Göttinnen-Kultplätzen bzw. Urmutterplätzen. Der Aufenthalt vor dem Annenaltar erfüllte mich mit einem Gefühl von absoluter Geborgenheit. Der Raum dort ist geprägt von einer wunderbaren, friedlichen Atmosphäre. Es stellte sich eine ganz besondere Stimmung ein, die ich als ein unendliches Urvertrauen beschreiben möchte. Körperlich wurde hier im Besonderen mein Bauchraum angesprochen in dem sich wohlige Wärme breit machte (Obwohl die Kirche ein „Eisschrank“ war, wie es die freundliche und zuvorkommende Frau, die mir die Kirche aufsperrte, treffend umschrieb).

Mysthische Hochzeit von Katharina mit dem Jesuskind

An der Westwand des südlichen Seitenschiffes steht der Marienaltar. Marienaltäre stehen meistens im Westen. Maria tradiert die große Göttin „Mutter Erde“, die Magna Mater ins Christentum. Von Mater leitet sich Materie ab, das Element Erde, welches geomantisch bzw. geistig-seelisch den Westen zugeordnet wird. Umgekehrt stehen Christus Altäre grundsätzlich im Osten, genauso wie Kirchen im Normalfall geostet sind. Christus ist der solarer Heros. Seine Wiederkehr wird im Osten erwarte, dort wo die Sonne aufgeht. Das Element Feuer steht geomantisch im Osten.


Im Osten des nördlichen Seitenschiffes, dem nördlichen Nebenchor, steht ein Katharinen-Altar. Die Malerei zeigt die mystische Hochzeit bzw. die mystische Angelobung von Katharina und dem Jesuskind. Diese mystische Hochzeit steht für die Verbindung von Mensch und Gott, von den geistigen mit den irdischen Kräften und auch für die Verbindung der Lunaren Kräfte die für das Weibliche (Katharina) stehen und der solaren Kräfte die für das männliche (den solaren Heros Christus) stehen.

Hier habe ich eine starke Zentrierung und ein Gefühl des „Aufrichtens“ wahrgenommen.


Heilig Geist Loch

Ziemlich in der Mitte des Mittelschiffs hängt aus dem sogenannten „heilig Geist Loch“ eine hölzerne Taube, ein Symbol für den heiligen Geist. Solche Bereiche bezeichnen in Kirchen häufig eine sogenannte numinose Stelle, wo das Nichtphysische, das Geistige präsent ist.

Hier wiederum nahm ich eine berührende sehr sanfte, liebevolle und reine Kraft war. Körperlich wurden Herz- und Kopfbereich angesprochen.


Im Bereich des alten Portals im Westen konnte ich bei einer Wahrnehmungsübung mit Ausrichtung nach Osten eine sehr starke Wärme und einen leichten bis mittleren Druck im Brustraum, im Bereich des Herzes spüren.




Sonstig Bemerkenswertes

Im rechten unteren Flügel des Annen-Altars findet man ein Bildmotiv der sogenannten Maia lactans, der stillenden Maria. Maria gibt in der Tradition von Isis über ihre Milch das göttliches Wesen bzw. die göttliche Kraft weiter.

Die Darstellung des Gottvaters im Aufsatzbild des Maienaltars. Eigentlich verbietet der Kanon der Bibel sich von Gott ein Bild zu machen, da Gott letztlich alle Bilder und Vergleiche übersteigt. Daher findet man eine Darstellung des Gottvaters alleine für sich nicht allzu häufig. Häufiger findet man ihn im sog. Gnadenstuhl, der Darstellung zur Erklärung der Dreifaltigkeit Gottes. Hier im Bild ist er als alter Mann mit dem Insgnium des Reichsapfel in Form des Universums (Im Reichsapfel sind die Sonne oben, in der Mitte die Erde, unten die Mondsichel umgeben von den Sternen ekennbar) dargestellt.

Gottvater und Maria lactans


Geomantische Phänomene

Nachdem ich die Wahrnehmung beendet hatte, unternahm ich eine radiästhetische Untersuchung der Kirche. Ich benutzte dazu meine Kunststoffrute samt Grifflängentechnik und einem Polarisationsring zur Ermittlung der Polarisation der Wasseradern. Für das Ergebnis siehe bitte auch die entsprechende Abbildung. Mangels Zeit habe ich die Mutung der Gitternetze (bis auf das Blitzgitter) von geomantischen Zonen und weiterer Phänomene wie Planetenäther und der Qualitäten von zwei Einstrahlpunkten aufschieben müssen. Diese werde ich alsbald nachreichen.


Ergebnisse der radiästhetischen Untersuchung

Wasseradern

Das Hauptschiff steht auf einer Wasserader (Wasserader 1), die etwas nördlich der Mittelachse von West nach Ost verläuft. Die Wasserader ist links-polarisiert (Linksdrehend) und von starker Intensität.

Eine weitere Wasserader (Wasserader 2) läuft von Nord nach Süd und kreuzt Wasserader 1 genau an der Schwelle zwischen Chor und Apsis. Sie ist rechts-polarisiert (Rechtsdrehend) von eher schwacher Intensität.

Eine dritte Wasserader (Wasserader 3) verläuft von Nordnordwest nach Südsüdost und kreuzt Wasserader 1 im Bereich des Westturmes. Sie ist ebenfalls rechts-polarisiert (Rechtsdrehend) und von mittlerer Intensität


Verwerfungen

Die Multiwellenzone einer Verwerfung verläuft entlang der Mittelachse und erzeugt auf einer Höhe von ca. 1,5 bis ca. 1,8 Metern eine Feueräther-Röhre, die vom Westportal bis zum Chor eindeutig gemutet werden kann.


Blitzgitter/Beredsamkeitslinie

Es konnte eine Beredsamkeitslinie gemutet werden, die in Nordost-Südwestlicher Richtung direkt unterhalb der Kanzel verläuft.


Einstrahlpunkte

Ich konnte vier Einstrahlpunkte muten. Einen ersten beim Annen-Altar mit der Qualität eines Göttinenfokus, einen weiteren beim „Heilig-Geist-Loch“ mit der Qualität eines Engelfokus, einen dritten konnte ich über dem Bereich der Wasseraderkreuzung im Chor anpeilen und einen vierten im Bereich des Westturms.



Die Kettenkirche St. Leonhard ist ein sehr kraftvoller und berührender Ort. Die intensiven und differenzierten Qualitäten an einzelnen Plätzen in der Kirche sind sehr deutlich erfahrbar. Ein Besuch dieses wunderbaren Platzes kann nur empfohlen werden.



Jenen die tiefer in die Materie eintauchen möchten, empfehle ich die Teilnahme an Präsenzseminaren oder Online-Seminaren zur Wahrnehmungsschulung, zur Radiästhesie oder auch zur Kraft von Ritualen bzw. die Teilnahme an der geomantischen Elebnisexkursion nach St. Leonhard, bzw. an Exkursionen zu anderen Kraftorten und heiligen Stätten.




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